Superorganismus Mensch oder Dinosaurier?

Menschen

Geschrieben von Wolfgang Hans Albrecht

Ich bin mir sicher, das Leben der meisten Menschen wäre voller Lebensfreude, wenn sie ihr volles Potential kennen und ausschöpfen könnten“. Meine Mission ist es, die Menschen zu unterstützen, ihre eigenen und verborgenen Potentiale zu entdecken, indem sie erkennen, wer sie sind, wohin sie wollen und was sie brauchen.

20. Januar 2021

Med

Vom Mikroorganismus zum Geist, wie soll`s weitergehen?

Zur gegenwärtigen Zeit starren viele Menschen ängstlich auf die verstörenden Symptome für den Niedergang unserer Zivilisation. Doch diese kurzsichtige Perspektive (Bewusstsein) hindert uns daran, die Möglichkeiten zu erkennen, die wir als Mensch haben. Denn wir sind keine dahinvegetierenden und in Trance lebenden Opfer. Wir alle fühlen, das etwas wirklich Großes geschieht in dieser Welt. Es ist eine noch nie dagewesene Zeit in der menschlichen Geschichte. Wichtig ist zu verstehen, wir, sie und ich wählen das Ergebnis. Wir entscheiden mit, welchen Ausgang unsere Geschichte nimmt.

Dazu lohnt es sich einen Blick in die Entwicklung unserer Menschheit zu werfen um zu verstehen, wo unsere Reise hingehen kann.

Die Evolution des Menschen

Die Wissenschaft geht davon aus, dass die Biosphäre auf unserem Planeten sich aus einer riesigen Population von Mikroorganismen entwickelte. Das war vor etwa 3,8 Milliarden Jahren. Das waren einzellige Organismen wie Bakterien, Hefen, Algen und Urtierchen (Protozoen) wie Amöben und Wimperntierchen.

Vielzeller entwickelten sich erst vor ungefähr 600 bis 700 Millionen Jahren. Zellen begannen sich zu Zellgemeinschaften und Verbänden zusammenzuschließen. Durch diese Verbindungen konnte sich die Sinneswahrnehmung der ganzen Zellgemeinschaft gegenüber einer einzelnen Zelle enorm vergrößern. Das Überleben eines Organismus ist der wichtigste biologische Sinn in der Evolution und aus diesem Grund hatten die Zellverbände weit mehr Chancen zum Überleben und um sich zu vermehren.

Diese Zellverbände waren, ähnlich wie die frühesten menschlichen Gemeinschaften (der erste moderne Mensch erschien erst vor etwa 130.000 Jahren) Jäger Gruppen und Sammler. In denen trug jeder auf die gleiche Weise zum Überleben der Gemeinschaft bei. Mit der Zunahme der Mitglieder in der Zellgemeinschaft kam es zur Ineffizienz innerhalb des Zellverbandes und die Evolution führte zu Spezialisierungen. Wir kennen das aus der menschlichen Gemeinschaft, einer übernahm die Jagd, ein anderer das Sammeln und andere wiederum kümmerten sich um das, nennen wir es das Zuhause (Kinder und Nachwuchs).

Vom Einzeller zum Vielzeller

In einem Zellverband bedeutet Spezialisierung, dass sich bestimmte Zellen auf die Verdauung, andere auf das Ausscheiden, andere auf das Atmen usw. spezialisierten. Man könnte auch sagen, sie entwickelten sich je nach Bedarf zu etwa Hautzellen, Muskelzellen, Herzzellen, Leberzellen und diese übernahmen dementsprechende Funktionen.

Die meisten Zellen im menschlichen Körper können nur indirekt wahrnehmen, was jenseits der Haut geschieht. Leberzellen merken zwar, was in der Leber passiert, jedoch nicht, was im Umfeld oder im Universum passiert, dazu hat sie Enzyme. Und dann hilft das Gehirn und das dazugehörende Nervensystem die Umwelteinflüsse bzw. die jeweiligen daraus resultierenden Reize zu interpretieren. Die Leberzellen werden mit entsprechenden Signalen versorgt, die dann in integrierende und regulierende Leberfunktionen der Körpersysteme umgesetzt werden. So wird das Überleben in den jeweils wahrgenommenen Situationen abgesichert.

Die Vielzellensysteme waren sehr effizient. So entwickelten sich effiziente Gehirne die in der Lage sind, ausreichend Zellen für Einordnung, Speicherung und Integration von komplexen Wahrnehmungen auszubilden.

Das heutige Endresultat aus dem Fortschritt der Evolution ist eine Zellpopulation des Gehirns mit der Fähigkeit, Millionen erfahrener Wahrnehmungen zu speichern  und aus ihnen eine leistungsfähige Datenbank zu entwickeln.

Ein Bewusstsein entsteht

Die aus dieser Datenbank abgeleiteten komplexen Verhaltensprogramme geben dem Organismus das Merkmal eines Bewusstseins.

Der Begriff Bewusstsein steht in diesem Fall für wach sein, gewahr sein, gegenwärtig oder wissend. Es ist jedoch so, dass sich die Wissenschaft noch nicht einig ist, ob ein Organismus Bewusstheit hat oder nicht. Die Wissenschaft der modernen Evolution bestätigt, dass es Unterschiede gibt von niederen Bewusstheitsstufen in einfachen Organismen bis hin zu höheren Bewusstheitsstufen wie es in Menschen und höheren Säugetieren besteht. Besonders in menschlichen Wesen sprechen wir dann von einer Selbst- Bewusstheit im Sinne vom ICH Bewusstsein. Wichtig, dabei unterscheide ich zwischen Selbstbewusstheit oder Selbstbewusstsein im Sinne von z.B. „ich weiß das ich das kann“ oder im Kontext zu einem bestimmten Wissen. Vielmehr ist damit gemeint, dass wir die Fähigkeit besitzen, sowohl Teilnehmer als auch Beobachter unserer inneren Welt und unserer Umwelt zu sein.

Selbst-Bewusstheit – ich bin ICH – ich bin Schöpfer

Der präfrontale Cortex oder Cortex (Großhirnrinde, verbindet das Gehirn mit den Nerven) ist ein Teil des Frontallappens der Großhirnrinde. Er befindet sich an der Stirnseite des Gehirns und ist unter anderem eng mit dem Gebiet verbunden, das für das Zusammenspiel unterschiedlicher Sinnesqualitäten (sensorischen Assoziationsgebieten) verantwortlich ist. Es ist also jener Bereich des Gehirns, der es dem Menschen ermöglicht, sich seiner persönlichen Identität bewusst zu sein. Im präfrontalen Cortex kann der Mensch auch die Qualität seines Denkens wahrnehmen. Im Spiegel betrachtet kann der Mensch sich als eigens Wesen wahrnehmen, er kann seine Selbstheit, sein ICH wahrnehmen. Neurologisch auf einem ähnlichen Entwicklungsstand befinden sich nur die Schimpansen, alle anderen Tiere können das nicht. Sie sehen in ihrem Spiegelbild immer ein anderes Wesen.

Doch im Präfrontalen Lappen, hinter unserer Selbst- Bewusstheit steckt noch weit mehr.

Wie bereits gesagt ist es wichtig zu unterscheiden zwischen der Bewusstheit des Gehirns und jener Selbstbewusstheit des Präfrontalen Cortex.

Die „einfache Bewusstheit“ des Gehirns erlaubt dem Organismus die Bedingungen seines jeweiligen Umfeldes, seiner Umwelt wahrzunehmen und dementsprechend zu handeln.

„Selbst- Bewusstheit“ ermöglicht es uns, die Konsequenzen einer Handlungen oder eines bestimmten Geschehens (egal ob aus dem eigenen Handeln oder aus dem Erkennen anderer) aktuell zu erkennen oder bis in die Zukunft hinein abzuschätzen. Das bedeutet, es ermöglicht dem Individuum die Möglichkeit zu planen, zu organisieren und zu steuern.

„Selbst- Bewusstheit“ macht es dem Individuum Mensch möglich, nicht nur auf diverse Reize zu reagieren, sondern Mit- Schöpfer im Universum zu sein. Unser ICH, unser Selbst nimmt an Entscheidungsprozessen teil, die Einfluss auf das gesamte Geschehen dieses Planeten nimmt.

Mit „einfacher Bewusstheit“ kann der Organismus zwar an der Dynamik des Lebens teilnehmen. Als „Selbst- Bewusstheit“ sind wir neben der Rolle des Mitspielers auch Regisseur und Zuseher. Wir haben also als „Selbst- Bewusstes“ Wesen die Fähigkeit zur Selbstreflexion. Als „Selbst- Bewusstes“ Wesen haben wir die Fähigkeit, unsere Vorstellungen zu überprüfen und zu verändern, es befähigt uns, sowohl Teilnehmer als auch Beobachter und Gestalter des Lebens zu sein.

Das Unterbewusstsein als Steuerzentrale

So sehr unser Selbstbewusstheit auch für unsere Identität und unserem so wichtigen ICH steht. Es macht nur einen Bruchteil dessen aus was wir den Geist (Mind) nennen.

Ganz allgemein kann man sagen, dass unser Geist (Mind) für einen Mechanismus steht, der für automatisiertes Reiz- Reaktion Verhalten steht. Der Großteil unseres Geistes macht das Unterbewusstsein aus. Während sich der „Selbst-Bewusste“ Teil unseres Geistes mit der Selbstreflexion auseinandersetzt, steht ein anderer Teil für das sogenannte Tagesgeschäft, das ständig anfallende. Vom Atmen bis zum Fortbewegen, es beschäftigt sich mit all dem, was wir als selbstverständlich betrachten. Wir sprechen  vom Unter- Bewusstsein. Es wird als Unter- Bewusstsein genannt, weil sich seine Funktionen der bewussten Beobachtung und Wahrnehmung entziehen.

Es gab noch lange keinen präfrontalen Cortex, da gab es schon die Funktionen unseres „Unter- Bewusstseins“.

Das bedeutet, das niedriger entwickelte Wesen auch ohne Selbst- Bewusstheit hervorragend angepasst sind. Sie können ebenso effizient mit ihrem Körper und den daraus resultierenden Herausforderungen in unserer dynamischen Umwelt umgehen wie der Mensch.

Das Unterbewusstsein ist ein selbstregulierendes System und zeichnet wie ein Informationsprozessor die wahrgenommenen Erfahrungen auf. Alle Informationen und Daten werden effizient in beeindruckender Weise verarbeitet und können jederzeit wieder abgerufen werden. Besonders bemerkenswert ist, dass wir das wahre Ausmaß unserer Gehirnleistung erst dann erkennen, wenn andere unsere Knöpfe drücken und wir Verhaltensmuster zeigen, von denen wir zuvor nicht einmal erahnten das wir diese gespeichert haben.

Das Unterbewusstsein kann etwa „40 Millionen Nervenimpulse“ pro Sekunde umsetzen bzw. bewältigen. Um einen Vergleich zu haben, der kleinere präfrontale Cortex, der für die „Selbst-Bewusstheit“ steht schafft gerade einmal etwa 40 Nervenimpulse pro Sekunde. Der Vergleich hinkt natürlich, weil deren Aufgaben völlig unterschiedlich sind und auch unterschiedliche Herangehensweisen haben. Der präfrontale Cortex kommt für seine Aufgabe locker aus. So kann man sagen:

„Das Unter- Bewusstsein ist bei der Verarbeitung von Informationen eine Million mal schneller als das Selbst- Bewusste ICH, der Selbst- bewusste Geist“

So schnell das „Unter- Bewusstsein“ auch agieren kann, es hat im Gegensatz zur „Selbst- Bewusstheit“ fast keine Möglichkeiten zu einer Art von Kreativität.

Das „Selbst- Bewusste“ oder der selbstbewusste Geist verfügt über den „freien Willen“. Das Unter- Bewusstsein kann nur abgespeicherte Reaktionsmuster abrufen. Haben wir uns Verhaltensmuster wie laufen, Radfahren, Schifahren oder Autofahren einmal angeeignet, so führt das Unterbewusstsein auch die komplexesten Handlungen durch ohne dass wir es bemerken oder sonderlich darauf achten. Ein sinnvolles und perfekt aufeinander eingespieltes Team wenn man es so sieht.

Das „Unter- Bewusste“ spult alle internen Systeme nach Programm ab und steuert das Verhalten, um das sich der Selbst- Bewusste Geist gerade nicht kümmern kann. Die Wissenschaft hat gezeigt, das sich dieser Vorgang zum Großteil unseres Lebens abspielt.

Die Stärke des präfrontalen Cortex hingegen liegt in der Konzentration einzelner Projekte oder Aufgaben. Hier wird verlangt, bestimmte Aufgaben zu hinterfragen, Prozesse vorherzusehen oder Systeme zu reflektieren als Zentrum für unseren Fokus.

Die Wissenschaft ging in der Vergangenheit davon aus, dass sogenannte unwillkürliche Funktionen wie Blutdruck, Herzrhythmus oder Körpertemperatur sich durch das „Selbst- Bewusste“ nicht beeinflussen lassen. Heute weiß man, dass Menschen mit einer höheren geistigen Entwicklung diese Bereiche sehr wohl verändern oder steuern können.

Traurige Gewissheit als Ursache für Krankheit und Fehlsteuerungen von Systemen im Leben

Bei den meisten Menschen unter uns (besonders bei jenen in den hoch entwickelten und technisierten Ländern) ist es so, dass der „Selbst- Bewusste“ Teil unseres Geistes so mit Gedanken über die Vergangenheit und die Zukunft oder sonstigen imaginären Herausforderungen beschäftigt ist, dass der Alltag im Wesentlichen vom „Unter- Bewusstsein“ abgewickelt und gesteuert wird.

Wissenschaftler gehen davon aus, das der „Selbst- Bewusste Geist“ nur etwa 5% unserer kognitiven Wahrnehmung und Aktivitäten bestimmt.

Es liegt auf der Hand:

95 % unserer Entscheidungen, Handlungen, Emotionen und Verhalten stammen aus einer Blackbox, dem unbeobachteten Einfluss des „Unter- Bewusstseins“ stammen.

Um es noch klarer zu sagen:

Der Großteil unserer Lebensentscheidungen spielt sich in einer Blackbox ab, die auf Prägungen und Glaubenssätze aus unserer Kindheit baut. Diese Zeit, in die wir hineingeboren wurden, ist bestimmt durch gegenseitige Abhängigkeiten und Oferdasein aus den falschen Glaubenssätzen und Prägungen. Wohin hat uns dieser ach so hohe Lebensqualität geführt? In eine Abhängigkeit und in eine sogenannte Scheinsicherheit.

Solange wir im Hamsterrad laufen und sich unsere Illusionen erfüllen, ertragen wir die gespielte Gegenwart. Die Illusion unserer Rolle die wir spielen peitscht uns weiter in der Hoffnung, irgendwann doch den Ausgang zu erwischen.

Fazit

Es ist eine noch nie dagewesene Zeit in der menschlichen Geschichte und wir entscheiden mit

Und glauben sie mir, wir tun das auf eine Art und Weise, die wir erst jetzt anfangen zu verstehen. Und zwar über die neue Wissenschaft, die sagt, dass wir keine Opfer mehr sind in dieser Welt. Das gibt uns die Kraft an dieser Entwicklung teilzunehmen.

Die Frage ist, was glauben wir von uns selbst?

Wir leben unser Leben auf Grund dessen, was wir von unserem Leben glauben, wovon wir überzeugt sind. Wovon sind wir überzeugt? Was glauben wir von uns selbst? Was glauben wir von uns gegenseitig oder voneinander, von unseren Begrenzungen oder von unseren Fähigkeiten? (siehe „die Sprache des Lebens“). All das können wir mittels der bioenergetischen Systemanalyse – BESA hinterfragen. Die bioenergetische Systemanalyse – BESA erlaubt es uns je nach Anwendung, in die tiefsten Winkeln unsers Unter- Bewusstseins zu gehen.

Wenn wir verstehen, dass unsere kulturelle Philosophie und unsere individuellen Wahrnehmungen erworbene Überzeugungen sind, dann ist das der erste Schritt zu einem allgemeinen Verständnis und zur Lösung. Mit BESA können wir hinterfragen, warum unser Leben so läuft, warum wir krank sind, warum wir pleite sind, warum wir keinen Partner finden usw. Wir bestimmen mit unseren Wahrnehmungen und den daraus resultierenden Überzeugungen (aus Prägungen entweder Lebensfördernd oder Lebensfeindlich) unsere Biologie und formen daraus unsere Welt in der wir leben.

Wenn es das ist was wir glauben können, gelangen wir zu den Erkenntnissen, die unser Selbstbild und unser Weltbild total verändern werden. Wir hören auf, Opfer in einer beobachtenden Welt zu sein und fangen an, unser Recht in Anspruch zu nehmen als machtvolle Schöpfer und Architekten einer schönen un Liebevollen Welt des Miteinander.

 

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